Es wird langsam ernst…
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Nun sind doch bereits einige Tage ins Land gegangen seitdem wir unseren letzten Blogbeitrag geschrieben haben…

 

Nachdem die letzten Tage des alten Jahres recht still, ohne viel Aufhebens und des erholsamen Nichtstuns zu Ende gegangen sind, wird es nun wieder Zeit nach vorn auf ein hoffentlich spannendes, ereignisreiches und vor Allem arbeitsreiches Jahr zu blicken.

 

Zuvor möchten wir jedoch die Ereignisse der letzten drei Monate nicht unerwähnt lassen. So ist doch viel passiert und wir konnten große bedeutende Schritte in Richtung der Verwirklichung unserer Ziele machen. So schweigsam wie in unserem Blog war es ansonsten in keiner Hinsicht in unserem Leben.

 

Von vorrausgegangenen intensiven Recherchen mit Besuch einiger Messen und Allrad-Treffen auf welchen wir Besitzer unterschiedlicher Gefährte nach ihrer Zufriedenheit interviewten, wiederholtem Hin- und Herüberlegen und Durchforsten des Internets hatten wir ja bereits berichtet.

Erste Besichtigungen potentieller Fahrzeugmodelle führten uns schließlich schnell zu der ernüchternden Erkenntnis, dass es sich alles andere als einfach gestalteten würde unsere Ommelnönne und damit unsere künftige mobile Wohnung in einem für uns realistischem Preisniveau zu finden.

Die Preisentwicklung, gerade für Mercedes Kurzhauber, erreichte von Tag zu Tag neue Höchststände. Nicht desto trotz hatte Tobi einem Verkäufer eines 911er mit kurzem Radstand (mit übrigens völlig abgespaced-en Preis – aber klar fand er trotzdem einen Käufer) über Ebay Kleinanzeigen „just for fun“ die Frage gestellt ob er nicht zufällig auch einen mit langem Radstand auf Halde hätte.

In der Erwartung einer Antwort unter schallendem Gelächter ob wir diese Frage ernst meinen, bekamen wir den Hinweis uns doch in einem kleinen Auktionshaus in Langenlonsheim bei Mainz zu erkundigen.

Dort wären zwei Kurzhauber unter dem Hammer gewesen und nicht weggegangen. Auch einer mit langem Radstand.

Beinahe ungläubig suchten wir die Seite heraus und fanden tatsächlich die besagten Auktionen. Ein Mercedes 911, Baujahr 78 (also mit Servo) mit langem Radstand !!! Anscheinend noch verfügbar und dann auch noch zu einem für uns realistischem Preis…WOW!!

 

Nun ja das war schon aufregend einfach mal ungesehen die Katze im Sack kaufen, einen Haufen Geld auf den Tisch legen ohne zu wissen ob der Motor überhaupt anspringt geschweige wie der Aufbau erhalten ist. Da das Wochenende bevorstand ließen sich unsere Fragen leider nicht über Mail oder Telefon klären.

Dem Gegenüber stand die Sorge, dass uns der 911er dann doch von einem anderen Bieter vor der Nase weggeschnappt wird, sollten wir tatsächlich die stoische Ruhe besitzen bis Montag morgen zu warten, um uns im Auktionshaus zumindest telefonisch einen Eindruck zu verschaffen wie es um das gute Stück bestellt ist.

Kaum zu glauben wie viel Nervenkitzel mit so einem einfachen Klick einhergehen kann. Machen ? Nicht machen? Vielleicht stehen wir gerade dem letzten Einhorn/der letzten Ommelnönne gegenüber? Vielleicht ist das Ding aber auch überteuerter Schrott!?

 

Aber nun, man muss manchmal einfach seinem Bauchgefühl vertrauen. Das taten wir dann auch. Zack! Höchstbietender! So schnell kamen wir jetzt aus der Nummer nicht mehr raus. Aber wollten wir ja gar nicht.

Nun letztendlich haben wir ja dann auch unsere Ommelnönne bekommen. Am Telefon konnte Tobi am Montag dann erste Erkundigungen einholen. So hörte sich alles schon mal gut an. Vor allem war die Ommelnönne fahrtüchtig und wartete nun darauf abgeholt zu werden.

 

Ja und manchmal gibt es da diese glücklichen Fügungen im Leben die irgendwie noch einmal bestätigen, dass das Ganze so schon seine Richtigkeit haben muss und man den richtigen Weg eingeschlagen hat.

Vor einigen Wochen hatten wir neue Nachbarn bekommen. Wie sich herausstellte ist der liebe Mark zufällig LKW-Fahrer und erklärte sich ohne Umschweife bereit den noch nicht abgelasteten 911er mit uns aus dem 300 km entfernten Langenlonsheim abzuholen. Gesagt getan.

Und dann standen wir endlich vor ihr. Unsere Ommelnönne. Aber so ganz realisiert hatten wir es zu dem Zeitpunkt noch nicht. Nach einer kurzen Inspektion machten wir uns dann schließlich auf den Heimweg…

 

Nach einem kurzen Tankstopp ging es dann auf die Autobahn. Die ersten Kilometer begannen nicht sonderlich vielversprechend. Mit Ach und Krach kam die Ommelnönne auf knappe 60km/h und schleppte sich zunächst kein Deut schneller werdend voran. Sollte dies nun unsere künftige Reisegeschwindigkeit werden?

Glücklicherweise kam sie jedoch nach einigen Kilometer in Fahrt und fädelte sich auf den fließenden Verkehr der Autobahn ein. Tatsächlich haben wir dann sogar den einen oder anderen LKW überholt. Letztendlich hatten wir ab dann eine gute Heimreise ohne besondere Ereignisse.

Über Nacht stellten wir sie auf den Hof, wo auch unserer Hasenmobil noch untergebracht ist. Am nächsten Tag konnten wir schließlich die Halle beziehen.

 

Glücklicherweise waren wir dort relativ unverhofft zu einem Unterstellplatz gekommen. Tobi hatte den Mieter einer benachbarten Halle eines Tages spaßeshalber mal angesprochen, ob er nicht ganz zufällig Platz in seiner Halle hätte und vielleicht sogar die eine oder andere Schweißarbeit an unserem noch imaginären LKW vornehmen würde. Tja und zufällig ist der Slava auch total nett gewesen und hat uns angeboten gern unseren LKW unter zu stellen wenn es dann soweit ist. Ja manchmal läuft es irgendwie, wenn das Karma auf unserer Seite ist.

 

Nun konnte es also endlich losgehen. Nachdem wir uns mit Arbeitskleidung und entsprechendem Werkzeug ausgestattet hatten machten wir uns voller Eifer an unsere ersten Arbeitstag.

 

Nachdem wir es geschafft hatten den sauschweren Funkmast zu zweit aus dem Koffer zu hieven machten wir uns an das Mobiliar. Aber seht selbst… 

  

Am nächsten Wochenende gelang es dann beinahe die restliche Inneneinrichtung auszubauen

 

Am nächsten Tag mussten dann noch die hartnäckigen Reste daran glauben

 

Nachdem wir vollständig jegliches Interieur entfernt hatten, war es nun am dritten Wochenende soweit die Wandverkleidung und die dahinter befindliche Glaswolle zu entfernen. Das ging dann erfreulicherweise unkomplizierter und schneller wie vorab vermutet. Am darauffolgenden Dienstag waren wir dann noch beim TÜV und haben die Ommelnönne erfolgreich auf 7,49t ablasten können.

 Nachdem nun das erste Projekt der Entkernung bereits erfolgreich beendet ist, geht es im Februar weiter.

Leider mussten wir relativ kurzfristig die Halle räumen, da Slava zum neuen Jahr nur noch die Hälfte der Halle gemietet hat. Bei ihm konnten wir daher aus Platzgründen nicht bleiben. Der etwas seltsame Vermieter war dann auch nicht so entgegenkommend uns bis zum Umzug übergangsweise Unterschlupf zu gewähren. So musste die Ommelnönne wieder vorerst auf den Hof umziehen.

 

Nun hatte uns der liebe Slava zuvor noch den Kontakt zum Michael einem Karosseriebauer vermittelt. Michael ist bereit uns bei unserem Projekt zu unterstützen. Dies wird dann zugleich auch der nächste Step werden. Die Restauration und Erhöhung des Koffers. Erhöhung? Ja genau. Nach viel Überlegen haben wir uns entschieden den Koffer erhöhen zu lassen, da Tobi mit seinen 1,84m nicht ganz aufrecht im Koffer stehen kann. Da wir glauben, dass es dauerhaft unbequem werden wird sich fortlaufend nur mit schiefem Kopf in den eigenen vier Wänden zu bewegen, wird es wohl im Rahmen der Restauration auch auf diesen Schritt hinauslaufen.

 

Aber auch in anderen Bezügen waren wir fleißig. So haben wir parallel unsere Facebook Seite sowie You Tube Kanal ins Leben gerufen und auch schon mit Eindrücken und den hier verlinkten ersten Videos versehen.

Ebenso habe ich erfolgreich meine ersten Schritte in Richtung Selbstständigkeit auf den Weg bringen können.

Zu guter Letzt dürfen dabei natürlich noch unsere lieben Auflagen und Behörden nicht vergessen, die uns mit ihrem lästigen Zettelkrieg des Abfrageirrsinns sowie Wartespaß in Ämtern und Telefonschleifen auf Trapp gehalten haben.

 

Wie dem auch sei… Trotz aller Notwendigkeit der Betriebsamkeit dieser Tage haben wir auch hier wieder feststellen können wie schnell und tief wir doch wieder in diesen ganzen Dingen und dem Tun absorbiert sind.

So verrinnen dann mal eben ganze drei Monate wie nichts…aber da unser Traum nun greifbar geworden ist, befinden wir uns nun schon einen bedeutenden Schritt näher auf dem Weg zu unserem Ziel. Da lassen wir uns auch von dem Berg an Arbeit, der noch vor uns liegt nicht abschrecken.

Auch wenn wir sicher regelmäßig fluchen werden und sicher nicht immer alles gleich auf Anhieb klappen wird freuen wir uns wahnsinnig über die Ommelnönne und können es nun kaum erwarten, dass es endlich bald weitergeht.

4 Comments

  1. Volker Schmissat sagt:

    Toller Artikel und schön, dass Ihr Euch doch noch vom Hasenmobil getrennt habt…..
    …..es ist in die allerbesten Hände gekommen und ist das perfekte Auto.
    Wir lieben unseren Theo Ex Hasenmobil.
    Er hat schon fast ganz Deutschland gesehen und Prag und Wien und Ungarn.
    Zur Zeit in Sachsen unterwegs – Görlitz.
    Viel Erfolg für Euer Projekt. Sieht ja schon ganz ordentlich aus.
    Liebe Grüße
    Simone und Volker

    • Tobi sagt:

      Hallo ihr Zwei 🙂 Ja das freut uns, dass ihr unser Hasenmobil so schön Gassi fahrt 😀
      Und es freut uns ebenso, dass es in so gute Hände gekommen ist und ihr damit glücklich seid 🙂
      Liebe Grüße zurück
      Melly & Tobi

  2. Boiler sagt:

    Hallo.
    Hab das Video von“ Hermann unterwegs “ über euer schönes Mobil gesehen und wollte mal fragen wer die Duschwanne gemacht hat? Oder wo gekauft.

    Grüsse Boiler

    • Tobi sagt:

      Hallo Boiler 🙂 Danke erstmal! Die Wanne hat uns der liebe Bernd von megasus24.de gebaut. Der macht dir das in allen Formen (und Farben hätte ich jetzt fast gesagt) 😀
      Wenn du Kontakt aufnimmst grüß ihn lieb von uns 😉 lg

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